Young Voices - Green Choices

Mikroplastik im Fokus: Experimentierstand beim Tag der Zukunft in Hennef

Beim Tag der Zukunft in Hennef (05.09.2026) präsentierte die Gesamtschule Hennef-West gemeinsam mit dem Erasmus-Plus-Team unserer Schule einen besonderen Info- und Experimentierstand rund um das Thema Mikroplastik in unseren Gewässern und die Zukunft des Kunststoffrecyclings.

Der Stand stieß auf großes Interesse und wurde von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern als besonders innovativ, spannend und informativ gelobt.Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie viel Mikroplastik befindet sich eigentlich in unseren Gewässern – und was können wir dagegen tun? Die Besucherinnen und Besucher konnten sich zunächst über wichtige Fakten und Hintergründe informieren und anschließend selbst experimentell tätig werden. Untersucht wurden verschiedene Wasserproben, unter anderem aus örtlichen Gewässern, der Sieg, dem Trinkwasser unserer Region sowie Meerwasser von der adriatischen Küste. Auf diese Weise konnten die verschiedenen Wasserquellen miteinander verglichen und mögliche Unterschiede in der Mikroplastikbelastung untersucht werden.
Besonders anschaulich wurde es bei der Frage: „Wie viel Mikroplastik nehme ich eigentlich in einer Woche zu mir?“ Hier waren zunächst die Besucherinnen und Besucher selbst gefragt. Sie konnten schätzen, welche Menge an Mikroplastik sie vermutlich innerhalb einer Woche aufnehmen. Im weiteren Verlauf der Station wurde diese Schätzung aufgegriffen und anhand von Informationen und Fakten aufgelöst. So entstand ein überraschender und zugleich nachdenklich stimmender Bezug zwischen der Umweltbelastung und dem eigenen Alltag.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Mikroplastik aus Wasser entfernt werden kann. Anhand eines Demonstrationsversuchs wurde ein entsprechendes Verfahren anschaulich vorgestellt und praktisch vorgeführt. Die Besucherinnen und Besucher konnten dadurch unmittelbar erleben, wie technische und naturwissenschaftliche Verfahren dazu beitragen können, die Belastung unserer Gewässer zu reduzieren.
Auch das Thema Kunststoffrecycling wurde ausführlich und sehr praxisnah behandelt. Dabei erhielten wir dankenswerterweise von der Firma Siegwerk verschiedene Kunststoffgranulate zur Verfügung gestellt. Diese unterschieden sich unter anderem hinsichtlich ihrer Recyclingfähigkeit. Anhand der Materialien konnten die Besucherinnen und Besucher der Frage nachgehen: Welche Kunststoffe sind auf welche Art und Weise recyclingfähig – und welche sind es weniger?
Daran schloss sich unmittelbar eine Frage an, die jeden Einzelnen betrifft: Was kann ich als Bürgerin oder Bürger tun, um die Recyclingfähigkeit von Kunststoffabfällen durch richtiges Müllsortieren zu verbessern und damit den Recyclingprozess zu unterstützen? Die Station zeigte, dass nicht nur Industrie und Forschung gefragt sind, sondern auch die richtige Mülltrennung im Alltag einen wichtigen Beitrag leisten kann.
Der Tag bot damit eine gelungene Verbindung aus Information, Forschung, Experiment und persönlicher Beteiligung. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte betreuten gemeinsam den Stand, erklärten die Experimente, beantworteten Fragen und kamen mit den Besucherinnen und Besuchern über die Herausforderungen rund um Mikroplastik und Kunststoffrecycling ins Gespräch.
Unser Experimentierstand zeigte eindrucksvoll, wie spannend naturwissenschaftliche Forschung sein kann und wie eng wissenschaftliche Fragestellungen mit unserem eigenen Alltag verbunden sind. Die große Resonanz der Besucherinnen und Besucher hat gezeigt: Mikroplastik, Recycling und der verantwortungsvolle Umgang mit Kunststoffen sind Themen, die bewegen – und bei denen jeder Einzelne etwas beitragen kann.