Gesamtschule Hennef-West

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Von Ingo Eisner

HENNEF. Die Räume werden gerade renoviert, die Mensa wird eingerichtet, das Lehrerkollegium ist mit 14 Pädagogen fast vollständig. Alfred Scholemann ist von der Bezirksregierung als neuer Leiter bereits bestimmt, und der Förderverein, der sich nun gegründet hat, verfügt bereits über einen Vorstand und eine Satzung. Die Rede ist von der neuen Gesamtschule Hennef-West, deren Inbetriebnahme kurz bevor steht.

Das Haus E der Hauptschule wird die Heimat der neuen städtischen Gesamtschule. Die Vorbereitungen dazu laufen seit Wochen auf Hochtouren. Und so einmütig, wie die Gründung der Schule von Verwaltung und Politik im vergangenen Jahr in die Wege geleitet wurde, so reibungslos scheint auch der Start zu werden.

"Von dieser Schule und ihren zukünftigen Schülerinnen und Schülern werden wir noch viel Gutes hören, da bin ich ganz sicher", sagte Bürgermeister Klaus Pipke. Zusammen mit dem künftigen Schulleiter Alfred Scholemann, dem Jugenddezernenten Stefan Hanraths, dem Architekten Michael Herkenrath, der Schulamtsleiterin Eleonore Joerdell, Sandro Klenner vom Schulamt und Ulrich Röddel, Leiter der Gebäude-Wirtschaft, verschaffte sich Pipke einen Eindruck von den geplanten Umbaumaßnahmen. Er zeigte sich nicht nur zufrieden mit der Schule, sondern auch mit ihrem künftigen Leiter. "Scholemann war unser Wunschkandidat und es zeigt sich, dass er genau die richtige Wahl war. Er leistet zusammen mit seiner Stellvertreterin Anja Schwalm hervorragende Arbeit." Scholemann gab das Lob an Pipke zurück und stellte die gute Unterstützung der Stadt als Schulträger heraus.

Ab 1. August ist Scholemann ganz offiziell Schulleiter der neuen Gesamtschule. Bis dahin soll jemand gefunden sein, der nach Scholemann nahtlos die Leitung der Realschule Hennef übernimmt. Apropos Realschule: Pipke betonte bei aller Freude über die reibungslose Gründung, dass er schon "ordentlich daran zu kauen gehabt hätte", dass die Real- und Hauptschule dafür auslaufen müssten. "Das ist uns wirklich nicht leicht gefallen, vor allem bei dem guten Ruf, den die Realschule genießt. Deshalb wollen wir auch alles tun, dass beide Schulen vernünftig auslaufen", sagte Pipke.

Die neue Gesamtschule, die mit dem neuen Schuljahr am 5. September an den Start geht, wird mit 175 Schülern wahrscheinlich sechszügig beginnen. "Wir haben die Tore lange offen gehalten. Bisher geht die Bezirksregierung noch von einer Siebenzügigkeit aus, aber da auch viele Kinder umgezogen sind und andere Schulen besuchen werden, bleibt es wahrscheinlich bei der Sechszügigkeit", sagte Stefan Hanraths.

Die Schule soll ein attraktiver Lern- und Lebensraum werden, für den derzeit die baulichen Vorbereitungen laufen. Während der Sommerferien werden Räume umgebaut. Die Mensa mit Küche inklusive Abluftanlage, Fettabschneider und Speiseraum wird im Foyer und einem ehemaligen Klassenraum eingerichtet. Auch wird die Toilettenanlage saniert.

Insgesamt muss die Stadt für diese Maßnahmen 520.000 Euro investieren. Zudem wird die bisherige Spülstraße des Gymnasiums in die neue Gesamtschule verlegt. Das Gymnasium erhält im Gegenzug eine neue, größere Spülstraße, die mit 70.000 Euro fürs Stadtsäckel zu Buche schlägt.

Bilinguale Lerngruppen mit dem Fokus auf Englisch sollen die künftigen pädagogischen Schwerpunkte der Schule sein. Mit einer Doppelbesetzung bei der Klassenleitung sollen die Schüler besser betreut und gefördert werden. Für den inklusiven Unterricht konnte Scholemann bereits drei Sonderpädagogen und eine Sozialpädagogin im Team begrüßen. Am 28. Juni können sich Eltern, Pädagogen und Kinder bei einem Kennenlern-Nachmittag ab 16 Uhr gegenseitig beschnuppern.

 

Artikel vom 22.06.2013

Generalanzeiger Bonn: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Neugründung

Förderverein für die Gesamtschule West

Hennef Insgesamt 22 Eltern haben an der Gründungsversammlung für den „Verein der Freunde und Förderer der Gesamtschule Hennef-West“ teilgenommen. Der Vorstand setzt sich aus der 1. Vorsitzenden Michaela Muscheid, ihrer Steilvertreterin Sandra Peek, Schatzmeisterin Ulrike Bartolomaeus, Schriftführerin Ramona Rieck und den Beisitzern Norbert Bellinghausen, Martina Christoffel und Tanja Narres zusammen.

 

Artikel vom 26.05.2013

Extra-Blatt Hennef

Zweite Gesamtschule in Hennef

Die Entscheidung entspricht dem Elternwillen

Seit Jahren schon zeigen die hohen Anmeldezahlen an• der Gesamtschule Meiersheide die Tendenzwende im Schulwesen: Eltern wollen möglichst lange die Option „Abitur“ für ihre Kinder offen lassen. Somit verschiebt sich die Nachfrage nach Schulen, die die Sekundarstufe II anbieten.

Dies hat zur Folge, dass die Hauptschule und die Realschule in Hennef sinkende Schülerzahlen zu vermerken haben.

„Diese verschiedenen Faktoren zeigen uns ganz klar die Notwendigkeit der Einführung einer zweiten Gesamtschule in Hennef“, so die Schulausschussvorsitzende Hedi Roos-Schumacher.

Seit einem Jahr geht es nun aktiv mit der Errichtung der neuen Gesamtschule Hennef-West voran: Zur im Verfahren vorgeschriebenen Elterninformation kamen nahezu 500 Eltern, verbindliches Eltern Interesse wurde von über 100 Eltern signalisiert, am 1. Oktober 2012 hat der Stadtrat die Errichtung der Gesamtschule Hennef-West beschlossen.

Die Genehmigung der Bezirksregierung Köln lieferte den offiziellen Startschuss für den Beginn der Schule zum Schuljahr 2013/2014.

Die Gesamtschule Hennef-West wird dann die Jahrgangsstufe 5 mindestens chszügig beginnen.

Realschule und Hauptschule werden derzeit von der Stadt räumlich für die neue Aufgabe vorbereitet. Kinder, die bereits heute die Hauptschule oder die Realschule besuchen, werden den Schulbesuch wie bisher am selben Ort fortführen und beenden. Es gibt keine Schulwechsel. Ebenso beenden diese Schülerinnen und Schüler mit dem bereits gewählten Schulabschluss.

Mit der Einführung der neuen Gesamtschule wird in Hennef eine dritte Oberstufe eingeführt. Auch hierfür zeigt sich ein deutlicher Bedarf: Die Oberstufe der Gesamtschule Meiersheide musste für das kommende Schuljahr 86 Schülerinnen und Schüler ablehnen, die des Städtischen Gymnasiums sieben Schülerinnen und Schüler. Das Schulgutachten der Stadt sagt aus, dass die dritte Oberstufe in ihrem ersten Jahr 2019 in Klasse II rund 50 Schülerinnen und Schüler hätte.

Neue Einstiegsmöglichkeit in der 7. Klasse

„Eine weitere Öffnung der Gesamtschule ist uns für die siebte Klasse wichtig. Erfahrungswerte zeigen, dass mehrere Schülerinnen und Schüler nach der sechsten Klasse Gymnasium in die Gesamtschule wechseln. Dafür brauchen wir eine siebte Eingangsklasse. Ansonsten sind die Klassenstärken mit über 30 Kindern vorprogrammiert. Das halten wir nicht für sinnvoll“, so Bernhard Schmitz und Hedi Roos-Schumacher.

 

Artikel vom 24.05.2013

Stadtecho Hennef

Neue Gesamtschule Hennef-West

Förderverein für Gesamtschule kurz vor der Gründung

Von Ingo Eisner

HENNEF. Wie wichtig ein Förderverein für eine Schule in Zeiten knapper Kassen ist, davon können Schulleiter und Elternpflegschaften ein Lied singen. Wie erfolgreich ein solcher Zusammenschluss sein kann, zeigt bereits seit Jahren der Förderverein der Hennefer Gesamtschule an der Meiersheide.

Bevor die sich noch im Aufbau befindende neue Gesamtschule Hennef-West am 1. August an den Start geht, folgten am Dienstagabend mehr als 20 Eltern dem Aufruf zu einem Treffen, um in groben Zügen nicht nur ihr Interesse an der Gründung eines solchen Vereins zu bekunden, sondern sich auch bereits mit den Regularien und Formalien wie dem Vereinssitz und dem Namen zu beschäftigen.

"Freunde und Förderer der Gesamtschule Hennef-West" - das ist der Name, auf den sich die Eltern für den künftigen Förderverein verständigten. Vereinssitz soll der erste Standort der neuen Gesamtschule, also die Hauptschule an der Wehrstraße sein.

Die beiden Mütter Michaela Muscheid und Ulrike Bartholomäus hatten bereits für den Abend ein paar Dinge vorbereitet, um den Eltern die notwendigen Formalien, die mit einer derartigen Vereinsgründung einher gehen, nahe zu bringen. Der kommissarische Schulleiter Alfred Scholemann und seine Stellvertreterin Anja Schwalm waren ebenfalls zugegen, um bei etwaigen Fragen Rede und Antwort zu stehen.

Einige der anwesenden Eltern konnten nützliche Tipps geben, weil sie an den jeweiligen Grundschulen, die ihre Kinder besuchen, bereits aktiv in einem Förderverein mitarbeiten. "Als Mindestbeitrag für Mitglieder werden zumeist ein Euro pro Monat, also zwölf Euro pro Jahr erhoben", sagte ein Vater. Damit waren die Eltern einverstanden. Die Mitgliedsbeiträge seien für die reine Vereinsarbeit notwendig, in die auch die Schulpflegschaft mit einbezogen werden soll.

Der geringste Anteil der Mittel des Fördervereins käme von den Mitgliedern. Der Löwenanteil werde bei Aktionen wie Flohmärkten, Kleiderbörsen und Schulfesten gesammelt. Zudem sollten Stiftungen wie die der Kreissparkasse kontaktiert werden. Großes Einvernehmen herrschte, als es um die Notwendigkeit eines solchen Vereines ging. "Das Geld ist nun mal knapp, deshalb brauchen wir einen solchen Verein", sagte ein Vater.

Eine Gründungsversammlung ist für Mitte Juni geplant. Einige Eltern erklärten sich bereit, Vorstandsaufgaben zu übernehmen und sich Gedanken über eine Satzung zu machen. Schließlich muss der Verein mit Hilfe eines Notars beim Amtsgericht eingetragen und beim Finanzamt angemeldet werden. "Die Kosten belaufen sich dafür auf etwa 130 Euro", sagte Ulrike Bartholomäus. Die Eltern einigten sich darauf, diese Kosten gemeinsam zu tragen.

Als erste Aktivität des noch zu gründenden Vereins ist ein Begrüßungsnachmittag am Freitag, 28. Juni, um 16 Uhr in der Hauptschule Wehrstraße geplant. Zur Ausrichtung dieses Nachmittags erklärten sich am Dienstag bereits einige Eltern bereit. Sie wollen Kuchen backen, der dann zu Gunsten des Vereins verkauft werde. "Der Nachmittag dient natürlich auch dazu, neue Mitglieder für den Verein zu gewinnen", sagte Scholemann.

 

Artikel vom 16.05.2013

Generalanzeiger Bonn: Förderverein kurz vor der Gründung

 

Kommentar: Chance für die Eltern

Von Dominik Pieper

Der geplante Förderverein für die neue Gesamtschule in Hennef ist eine Chance - in erster Linie für die Eltern. Sie können sich auf diese Weise beim Aufbau der Schule einbringen. Das gilt nicht nur für die Ausstattung, für die der Verein Fördergeld akquirieren wird.

Nein, im derzeitigen Stadium besteht noch die Möglichkeit, die Schule mitzuprägen und ihr ein Gesicht zu verleihen. Auch was ihre Ausrichtung angeht.

Natürlich gibt es noch viele Unwägbarkeiten und Unsicherheiten, wenn eine Schule aufgebaut wird. Man fängt bei Null an, es gibt noch keinen laufenden Schulbetrieb, von dem man sich vor Ort ein Bild machen kann, es gibt noch keine Lehrer. Aber gerade dieser Gründungsprozess kann auch spannend sein, er eröffnet auch Eltern mehr Gestaltungsmöglichkeiten als bei einer bestehenden Schule.

Insofern könnte ein Förderverein in der Startphase identitätsstiftend wirken. Bei einer auf sieben Züge ausgelegten Schule tut das auch Not. Schließlich soll sich da kein anonymer Apparat entwickeln, sondern eine lebendige, lokal verwurzelte Schule. Wenn sich jetzt zur ersten Vorbesprechung zur Vereinsgründung 20 Eltern zusammengefunden haben, dann ist das schon mal ein gutes Zeichen.

 

Artikel vom 16.05.2013

Generalanzeiger Bonn: Kommentar: Chance für die Eltern

Zweite Gesamtschule in Hennef

Kommissarischer Leiter hat alle Hände voll zu tun

Von Ingo Eisner

HENNEF. Sein Schreibtisch sieht nach reichlich Arbeit aus. Viele Unterlagen deuten bereits an, dass der Mann sich um einiges kümmern muss. Alfred Scholemann, Leiter der Kopernikus-Realschule, hat seit einigen Wochen noch eine weitere Aufgabe übernommen.

Scholemann ist von der Bezirksregierung als kommissarischer Schulleiter der zweiten Gesamtschule der Siegstadt eingesetzt worden. Als solcher ist er, neben seinen Aufgaben als Realschulleiter, mit dem Aufbau der Gesamtschule Hennef-West betraut, die derzeit 175 Anmeldungen zählt. Seine Zielsetzung ist klar. "Wir wollen mit positiver Arbeit überzeugen", sagt Scholemann.

Dass in Hennef das Thema Gesamtschule mit großer Einigkeit behandelt wurde, überrascht Scholemann nicht. "Wir waren früh gut aufgestellt und hatten mit der bereits bestehenden Gesamtschule an der Meiersheide Erfahrungswerte gesammelt", sagt Scholemann. Überdies hätten auch die Eltern in Hennef ein hohes Interesse an der Thematik. Dass viele Eltern ihre Kinder nicht sofort an der Gesamtschule Hennef-West angemeldet hätten, kann er verstehen. "Die bestehende Gesamtschule an der Meiersheide hat einen sehr guten Ruf. Viele setzen auf die Erfahrung. Einigen Eltern ist es auch wichtig, dass die Schule nahe am Wohnort ist", sagt Scholemann. Dennoch gab es Fristen, die von einigen Eltern nicht eingehalten wurden.

Die Diskussion um eine mögliche Siebenzügigkeit will Scholemann derzeit nicht befeuern. "Wir befinden und zunächst einmal in der Gründungsphase, und mit 175 Schülern ist eine Grenzzahl für eine Sechszügigkeit erreicht. Ob die Schule sieben Züge erhält, entscheidet im Endeffekt die Bezirksregierung". Eine Sache ist Scholemann allerdings wichtig. Die Schüler, die zunächst an der

Meiersheide angemeldet waren, dort aber keinen Platz bekamen und jetzt für die Gesamtschule Hennef-West angemeldet sind, seien ihm genau so lieb, wie die Schüler, deren Eltern sich von vorne herein für die Gesamtschule Hennef-West entschieden hätten "Es wird hier keine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben".

Natürlich müssen während der Gründungsphase noch einige offene Fragen geklärt werden. Da wäre beispielsweise das Personaltableau. Für die Regelschullehrer zeichnet die Bezirksregierung verantwortlich, die genug Personal zugesagt habe. Für die Lehrer der sieben Schüler mit sonderpädagogischen Förderschwerpunkten ist das Schulamt des Kreises zuständig. Scholemann möchte eine gute "Durchmischung" des Personals haben. "Es sollten von Anfang an Lehrkräfte dabei sein, die auch später eine Oberstufe übernehmen können".

Fordern und Fördern sind Begriffe, die Scholemann öfters benutzt. "Dabei geht es aber auch darum, die Stärken von Schülern zu fördern und nicht ausschließlich Defizite zu beseitigen". Da nicht jeder Schüler Abitur machen und studieren kann, sollten auch Schüler, die später eine Ausbildung absolvieren, an dieser Schule auf ihren Beruf gut vorbereitet werden.

Scholemann ist kein Freund von Schnellschüssen. "Wir wollen die Schule erst einmal aufbauen, und nicht sofort Förderklassen einrichten. Spezielle Angebote wie bilingualer Unterricht könnten zunächst mit Arbeitsgemeinschaften angegangen werden. "Danach können wir Schwerpunkte für den Regelunterricht setzen. Ein soziales Lernen halte ich dabei für eine Grundvoraussetzung. Niemand soll ausgeschlossen werden und die Schüler sollen zu einer Einheit zusammen wachsen".

Scholemann möchte eine Schule, mit der sich alle Beteiligten auch identifizieren können. Wichtig sei ihm das Miteinander mit den Schülern, den Eltern und dem Schulträger. Die Einrichtung eines Fördervereins sei geplant. Er habe bereits mit den Eltern Kontakt aufgenommen, viele Gespräche geführt und plant für Ende Mai einen Elternabend.

Ein Arbeitskreis von Eltern und Lehrern aber auch Selbstlernzentren, die von Eltern ehrenamtlich betreut werden, sind konzeptionelle Ideen, mit denen Scholemann alle ins Boot holen möchte. Dabei seien ihm auch die Kooperationen mit Sportvereinen, der Musikschule, den Jugendhilfe-Institutionen und natürlich auch mit den anderen Schulen wichtig. "Wir machen alles Schritt für Schritt aber wir wollen auch zeigen, dass wir das können".

Die Aufbauarbeit der neuen Schule reizt den Pädagogen, aber er wird sich auch im Sommer zur Wahl des Schulleiters stellen. "Die Schulkonferenz wird dann den neuen Schulleiter bestimmen", sagte Scholemann. "Da ich mich mit dem Aufbau beschäftigt habe, würde ich natürlich dann auch gerne die Leitung übernehmen".

 

Artikel vom 22.03.2013

Generalanzeiger Bonn: Kommissarischer Leiter hat alle Hände voll zu tun

Scholemann kommissarischer Gesamtschul-West Leiter

dmg Die Bezirksregierung Köln wird den bisherigen Leiter der Hennefer Kopernikus-Realschule Alfred Scholemann zum kommissarischen Leiter der neuen Gesamtschule Hennef-West bestellen. Diese Information ging am Freitag beim Hennefer Schulverwaltungsamt ein, die offizielle Bestellung wird dieser Tage an Scholemann gesendet.

„Scholemann war auch unser Wunschkandidat“, so Bürgermeister Klaus Pipke. „Er kennt die Hennefer Schullandschaft und wir arbeiten ausgezeichnet mit ihm zusammen. Es freut mich außerordentlich, dass er nach dem Aufnahmeverfahren nun auch den Aufbau unserer neuen, Gesamtschule betreut!“

Scholemann ist seit August 2011 Leiter der Kopernikus-Realschule. Für Juni plant er gemeinsam mit den bis dahin für die neue Gesamtschule Hennef-West bestellten Lehrerinnen und Lehrern — einen „Kennenlerntag“ für die Kinder und Eltern der neuen Gesamtschule.

 

Artikel vom 11.03.2013

Stadt Hennef

Gesamtschule Hennef-West öffnet im Sommer

177 Anmeldungen - Am Start mit sechs Zügen

dmg Ab heute ist es amtlich: 177 Anmeldungen für die Gesamtschule Hennef-West liegen vor, 157 davon aus Hennef selber, 20 weitere aus dem Umland. Damit steht der tatsächlichen Gründung als sechszügige Gesamtschule nichts mehr im Wege. Damit ist aber auch das endgültige Auslaufen der Hauptund der Realschule besiegelt. „Wir haben den größten Schritt in die Zukunft der Hennefer Schullandschaft der letzten sechszehn Jahre getan“, so Bürgermeister Klaus Pipke. „Damals haben wir die erste Gesamtschule gegründet. Mit der zweiten Gesamtschule stellen wir Hennef jetzt neu auf und sichern die Vielfalt der Bildungsabschlüsse ebenso wie das sehr hohe Schulniveau in unserer Stadt.“

Zugleich sicherte Pipke den jetzigen Haupt- und Realschülern zu: „Beide Schulen werden zwar Jahr für Jahr kleiner, aber sie werden bis zum letzten Tag ihr sehr hohes pädagogisches und didaktisches Level halten und ihren Schülerinnen und Schülern einen optimalen Start ins Leben geben. Die neue Gesamtschule Hennef-West wird ebenfalls vom ersten Tag an ein erstklassiges Niveau bieten - zumal sie in den gut ausgestatteten Räumen der Hauptschule in der Wehrstraße die besten Startbedingungen findet.“

Pipke dankte nach Abschluss des Aufnahmeverfahrens insbesondere den von der Bezirksregierung mit dem Aufnahmeverfahren beauftragten Schulleitern Ralph Kuhn, Leiter der Gesamtschule Rodenkirchen, und Alfred Scholemann, Leiter der Kopernikus-Realschule Hennef, sowie Marita Lindlar und Hannelore Seidel aus dem Sekretariat der Hauptschule, aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Schulverwaltungsamtes bei der Stadt: „Eine hervorragende Zusammengearbeitet und eine engagierte Leistung jedes Einzelnen! Herzlichen Dank!“

Die bestehende Gesamtschule Meiersheide wird auch in der kommenden 5. Jahrgangsstufe von 175 Kindern besucht. Damit stehen für alle Hennefer Eltern, die ihr Kind an einer der beiden Hennefer Gesamtschulen angemeldet haben, insgesamt ausreichend Plätze zur Verfügung.

Hintergrund: Warum eine zweite Gesamtschule

„Hauptgrund für die zweite Gesamtschule“, so Bürgermeister Klaus Pipke, „war das im Gegensatz zu früher geänderte Wahlverhalten der Eltern, was sich auch immer an den beständig hohen Anmeldezahlen an der bestehenden Gesamtschule Meiersheide gezeigt hat. Unserer Einschätzung nach, und die wird auch vom Schulgutachter Dr. Detlef Garbe geteilt, wollen Eltern für ihre Kinder die Option Abitur offen halten. Damit verschiebt sich das Gewicht hin zu Schulen mit Sekundarstufe II. Die Gesamtschule musste Jahr für Jahr mehr als 180 Schülerinnen und Schüler für die Eingangsklasse ablehnen.“

Verbunden damit seien sinkende Schülerzahlen an der Haupt- und der Realschule. Für das Schuljahr 2012/13 wurden an der Hauptschule lediglich 38 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Die Prognose der Schulentwicklungsplanung geht daher davon aus, dass die Schule künftig nur noch einzügig wäre und bis 2022 nur noch 203 Schülerinnen und Schüler hätte, was einer Gefährdung des Bestandes gleich gekommen wäre. Immerhin hatte die Schule 2007 noch 701 und aktuell 472 Schülerinnen und Schüler. Auch die Schülerzahlen der Realschule sinken seit Jahren: 2007 waren es noch 801 Schülerinnen und Schülern, 2013 noch 770. 2022 wären es laut Schulgutachten nur noch 616 gewesen.

Das Hennefer Gymnasium wiederum kann die Nachfrage nicht dauerhaft über eine Fünfzügigkeit hinaus befriedigen, da die Schule baulich im Grunde nicht auf sechs Klassen in einer Jahrgangsstufe ausgelegt ist, aber dennoch heute schon in manchen Jahrgängen sechszügig arbeitet, zurzeit in den Jahrgangsstufen 5, 7 und 10.

Fazit: Die Anmeldezahlen der letzten Jahre haben insgesamt gezeigt, dass immer mehr Eltern für ihr Kind einen Platz an der Hennefer Gesamtschule oder am Hennefer Gymnasium wünschten. Die Anmeldezahlen an der Realschule unterstreichen das: Für das Schuljahr 2012/13 waren dort 133 Schülerinnen und Schüler für die 5. Klasse angemeldet worden, 80 davon waren zuvor bei der Gesamtschule abgelehnt worden.

Chronik der Ereignisse

Der jetzigen Gründung gingen mehrere wichtige Ereignisse voraus:

  • 28. August 2012: Erste Informationsveranstaltung für die Eltern der Schulkinder der Jahrgangsstufen 3 und 4 über die geplante neue Gesamtschule
  • 28. August bis 14. September 2012: Schriftliche Abstimmung unter Eltern der Schulkinder der Jahrgangsstufen 3 und 4. Die Frage: „Vorausgesetzt es kommt zur Gründung einer zweiten Gesamtschule in Hennef, würden Sie in diesem Fall Ihr Kind an einer der beiden Gesamtschulen anmelden?“ Die ganz große Mehrheit der Eltern bejaht die Frage.
  • 27. September 2012 Der Schulausschuss des Hennefer Stadtrates beschließt die Errichtung der Gesamtschule Hennef-West und am
  • 01.10.2012: folgt auch der Stadtrat diesem Beschluss - in beiden Gremien einstimmig!
  • Anfang Dezember 2012: Die Bezirksregierung Köln erteilt der Gesamtschule Hennef-West die vorläufige Genehmigung. Rechtliche Voraussetzung für die endgültige Genehmigung ist, dass mindestens 100 Kinder für die neue Schule angemeldet werden.
  • Februar 2013: Anmeldephase für beide Gesamtschulen, es kommen 177 Anmeldungen für die neue Gesamtschule zusammen. Auf die bestehende Gesamtschule Meiersheide kommen 175 Anmeldungen.

Standort

Die Jahrgangsstufe 5 der Gesamtschule Hennef-West wird in den Gebäuden der bisherigen Hauptschule eingerichtet. In den nächsten Jahren werden dort auch die Klassen 6 und 7 angesiedelt. Die weiteren Jahrgangsstufen werden später am Standort der heutigen Realschule eingerichtet.

 

Artikel vom 01.03.2013

Stadtecho Hennef