Kino anstatt Unterricht

Seit diesem Jahr beteiligt sich die Stadt Hennef am Förderprogramm „Kulturrucksack“

von Christa Gast

HENNEF. Aufgeregtes Gewusel im Kur-Theater, acht Hennefer Schulklassen waren zu einer Vorpremiere des Films „Die schwarzen Brüder“ von Xavier Koller nach einem Tatsachenroman von Lise Tetzner, der am 17. April in den deutschen Kinos startet, eingeladen.

Für die zehn- bis l4jährigen Schüler eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag, für die Lehrer wie etwa Michael Seidel zählte auch der medienpädagogische Gesichtspunkt. Denn nach der Vorstellung diskutierten die Schüler auch mit Pädagogen vom Jugendmedienclub Köln und verfassten eine Filmkritik.

Ein weiterer Meilenstein zum Bildungsangebot

für Jugendliche, Kinder und Erwachsene in der Gesamtschule Hennef-West.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde unterzeichneten jetzt Vertreter der Volkshochschule Rhein-Sieg und der Gesamtschule einen gemeinsamen Kooperationsvertrag.

Dieser erlaubt es die Räumlichkeiten der Schule von der VHS für Srachkurse oder der erweiterten Kinder- und Erwachsenenbildung zu nutzen.

VHS-Direktorin Mechthild Tillmann verwies in ihrer Laudatio nochmals auf die schon langjährige gute Zusammenarbeit mit der Schulleitung und der Stadt Hennef. Als Beispiel nannte sie die guten Ergebnisse mit der Musikschule. Der jüngst unterzeichnete Vertrag sieht vor, dass vordringliche Ziel der Zusammenarbeit noch mehr zu verbessern, Vermittlungen von berufsrelevanten Kenntnissen und Fertigkeiten zu dokumentieren.

Volkshochschule und Gesamtschule gehen Zusammenarbeit ein

Von Andreas Dyck

HENNEF. Die Schulbank drücken sollen in der Gesamtschule Hennef West künftig nicht nur Schüler, sondern auch deren Eltern und andere Erwachsene. Volkshochschule und Gesamtschule haben einen Vertrag geschlossen, der Kinder- und Erwachsenenbildung unter einen Hut bringen soll. Nach den Sommerferien sollen erste Kurse angeboten werden.

Der Kooperationsvertrag sieht zum einen vor, dass die Volkshochschule Bonn-Rhein-Sieg (VHS) Räume der Gesamtschule nutzt, um dort etwa Sprachkurse für Erwachsene anzubieten. Zum anderen werden neben dem eigentlichen Schulunterricht Kurse für die Schüler angeboten.

Starke Schule, starke Partner

Gesamtschule Hennef-West kooperiert mit der Volkshochschule

Von Christa Gast

HENNEF. "Wir knüpfen ein Netz und öffnen unsere Schule nach außen hin", erklärte Schulleiter Alfred Scholemann seine Freude über die Kooperationsvereinbarung der Gesamtschule Hennef-West mit der Volkshochschule (VHS) Rhein-Sieg. "Vordringliches Ziel der Zusammenarbeit ist die Vermittlung ausbildungs- und berufsrelevanter Kenntnisse und Fertigkeiten", heißt es in der Vereinbarung.

"Netzspannung.KT" - Lehrer stellen sich dem medialen Wandel

Von Nadine Quadt

RHEIN-SIEG-KREIS. Digitale Medien gehören längst zum schulischen Standard. Ob Grund- oder weiterführende Schule, jede Einrichtung verfügt über eine mehr oder weniger gute Ausstattung mit Whiteboards, Laptops und PCs. Doch die digitale Welt unterliegt einem ständigen Wandel und birgt Gefahren.

Dafür wollen sich acht Schulen aus der Region wappnen. Sie nehmen teil am Schulentwicklungsprojekt "Netzspannung.KT", dessen dritte Auflage am Mittwoch mit einer Auftaktveranstaltung im Siegburger Kreishaus gestartet ist.

Start ist gelungen - jetzt geht es richtig los

Träger und Leiter der neuen Gesamtschule ziehen erste Bilanz

von Christa Gast

HENNEF. „Der Start der neuen Gesamtschule ist gelungen“, stellte Schulleiter Alfred Scholemann in einer ersten Bilanz ein halbes Jahr nach „Inbetriebnahme“ fest. Auch Bürgermeister Klaus Pipke zeigte sich zufrieden, dass durch das „Gesamtkunstwerk“ Gesamtschule Hennef-West die Vorläuferin in der Meiersheide entlastet wurde. Im Bereich des sozialen Lernens habe man bereits gute Erfahrungen gemacht, erklärte Scholemann. So haben die Schüler etwa selbst die Nutzungsregeln für den Soccer-Court erarbeitet. Zudem betonte er die Wichtigkeit des Forder- und Förderunterrichts: beispielsweise werden 30 Schüler zurzeit durch zusätzliche Englischstunden auf den späteren bilingualen Sachunterricht vorbereitet. Auch das Gemeinsame Lernen von Schülern mit und ohne Behinderung funktioniert. Sieben Schüler mit unterschiedlichem Förderbedarf sind bereits im regulären Unterricht integriert, für das kommende Schuljahr haben schon sieben Schüler Interesse angemeldet. Doch es gibt noch viel zu tun. Für 2017 ist der Bau einer Schulmensa geplant, zusätzliche Fachräume, naturwissenschaftliche Räume und ein Selbstlernzentrum müssen gebaut werden. In Zukunft will die Schule ab dei 6. Klasse das Schwerpunktfach „Darstellen und Gestalten sowie Spanisch als zweite Fremdsprache anbieten. Außerdem geht die Gesamtschule, um ihre Schüler stärker musisch fördern zu können, mit der städtischen Musikschule eine Bildungspartnerschaft ein. Auch an eine Kooperation mit anderen Institutionen wie Sportvereinen, Volkshochschule oder Feuerwehr ist gedacht. „Jetzt geht es erst richtig los“, sind Schulleiter und Bürgermeister zuversichtlich.

 

Artikel vom 12.02.2014

Extra-Blatt Hennef

Würdig und mahnend

Schüler der Gesamtschule Hennef-West und des Gymnasiums sammelten für Gedenkstätte

von Alfred Müller

HENNEF. Auf den Tag genau am 69. Gedenktag der Befreiung des KZ Ausschwitz erreichte eine kleine Abordnung von Schülern der neuen Gesamtschule West und des Städtischen Gymnasiums das Büro von Bürgermeister Klaus Pipke.

In der AG „Hennef-Kennenlernen“ hatten Schüler des 5. Jahrgangs der Gesamtschule sich auch mit dem Schicksal verschleppter Juden aus Hennef beschäftigt. Nach heutigen Erkenntnisen sind die meisten von ihnen nach Maly Trostenez in Weißrussland deportiert und dort ermordet worden.

Auch 15 Schüler des evangelischen Religionskurses aus der Jahrgangsstufe 10 des Gymnasiums hatten 350 Euro für eine Gedenkstätte in Maly Trostenez gesammelt.

Initiator dieses Mahnmals ist das internationale Bildungs- und Begegnungswerk IBB e.V. in Dortmund. Maly Trostenez, ein Dorf zwölf Kilometer entfernt von Minsk, war der größte Vernichtungsort von Juden in Weißrussland während der Besatzungszeit von 1941 bi 1944.

Maly Trostenez (dort starben mindestens 50.000 Menschen; viele halten auch über 200.000 für möglich) ist der einzige von der Nazis geschaffene große Venichtungsort, an dem es noch keine Gedenkstätte gibt.

Neben den 350 Euro und den gut 50 in der Sparbüchse steuert die Stadt 2.000 Euro bei. Weitere Zusagen der Geschäftswelt urd privater Haushalte dürften in den nächsten Tagen realisiert werden.

 

Artikel vom 05.02.2014

Extra-Blatt Hennef

 

 

Informationen aus der Stadt Hennef

Menschen wurden in Trostenez getötet, verscharrt, später exhumiert und verbrannt. Es ist der letzte große von den Nazis geschaffene Vernichtungsort in Europa, an dem es bisher keine angemessene Gedenkstätte gibt. Auf Initiative des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerkes IBB e.V. in Dortmund soll dort nun eine Gedenkstätte geschaffen werden. Bundespräsident Joachim Gauck unterstützt das Vorhaben ebenso wie Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Weitere Informationen und das Spendenkonto sind im Internet zu finden unter

http://www.ibb-d.de/trostenez.html

 

 

Artikel vom 07.02.2014

Stadtecho Hennef