Richtfest der Gesamtschule

Rohbau ist fertig

Stadt Hennef investiert 9,1 Millionen Euro in die neue Schule.

Der Neubau nimmt Gestalt an. Das war gestern beim Richtfest für die neuen Gebäude der Gesamtschule Hennef-West deutlich zu sehen. Insgesamt 9,1 Millionen Euro investiert die Stadt in die Errichtung der zweiten Gesamtschule. Allein 1,1 Millionen Euro fließen dabei in bauliche Maßnahmen, die der Inklusion Rechnung tragen sollen. Bis April 2017 soll der Neubau komplett fertig sein.

Die Gründung einer zweiten städtischen Gesamtschule, die eine breite Zustimmung erfuhr, war bereits 2012 eingeleitet worden. Da sowohl die Hauptschule an der Wehrstraße, als auch die Kopernikus-Realschule an der Fritz-Jacobi-Straße auslaufen, waren die Standorte für die neue Gesamtschule relativ schnell gewählt. Seit drei Jahren läuft der Betrieb der Gesamtschule Hennef-West bereits für die Schüler der fünften bis siebten Klasse an der Wehrstraße.

Für die Schüler ab der achten Klasse entsteht derzeit an der Fritz-Jacobi-Straße auf dem Gelände der Kopernikus-Realschule ein Neubau mit insgesamt drei Etagen und einem Untergeschoss. Im Erdgeschoss wird die Schulmensa und im ersten Obergeschoss ein Selbstlernzentrum mit 32 PC-Arbeitsplätzen eingerichtet. Im zweiten Obergeschoss entstehen Klassen-, Differenzierungs- und Mehrzweckräume, für das Untergeschoss sind Technikräume und ein Schülerlabor vorgesehen. Der Neubau wird direkt an das bestehende Gebäude der Realschule angebunden und ist über einen brückenartigen Verbindungsgang, der den Campus-Charakter verstärken soll, auch vom Gymnasium aus zu erreichen. Das Selbstlernzentrum, in Absprache aber auch das Schülerlabor und die Technikräume, können gemeinsam von der Gesamtschule und dem Gymnasium genutzt werden. Die Nutzung der Mensa ist allerdings nur den Gesamtschülern vorbehalten, da das Gymnasium über eine eigene Mensa verfügt.

Parallel zum Neubau wird das Gebäude der noch bestehenden Realschule mit Inklusionsräumen und neuen naturwissenschaftlichen Räumen ausgestattet und die Fassade komplett saniert. Da die Gesamtschule Hennef-West von Anfang an als inklusive Schule geplant wurde, war die Einrichtung entsprechender Räume notwendig. Bereits jetzt besuchen 32 Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf die Gesamtschule Hennef-West. Deshalb werden im Erdgeschoss der Realschule im Zuge des Umbaus Therapie-, Ruhe-, Liege-, und Betreuungsräume eingerichtet, um den Anforderungen der Inklusion gerecht zu werden.

Auch in Zeiten des Haushaltssicherungskonzeptes in Hennef sind all diese Baumaßnahmen laut Bürgermeister Klaus Pipke „eine unverzichtbare Investition in die Bildung von Kindern und Jugendlichen und in die Zukunft unserer Stadt“. Pipke gab zu, dass mit einem Investitionsvolumen von 9,1 Millionen Euro das womöglich teuerste Hennefer Projekt der vergangenen Jahre umgesetzt werde und sparen in Zeiten der Haushaltssicherung auch richtig und wichtig sei. „Wir dürfen aber nicht an den falschen Stellen sparen und müssen bei entscheidenden Projekten wie diesem dann auch ausreichend investieren“, sagte der Hennefer Bürgermeister, bevor das Richtfest mit dem Richtspruch von Zimmermann Werner Rippel auf seinen Höhepunkt zusteuerte und die zahlreichen Gäste sich in dem Rohbau ein erstes Bild machen konnten. Auf der neuen Brücke zwischen Gesamtschule und Gymnasium, die noch im Rohbau ist, trafen sich dann schließlich die Schulleiter Alfred Scholemann (Gesamtschule) und Martin Roth (Gymnasium) zum symbolischen Händedruck. Mit dem Verbindungsgang soll jetzt zusammenwachsen, was nach Meinung vieler eigentlich zusammen gehört. (Ingo Eisner)

 

Artikel vom 01.07.2016

Generalanzeiger Bonn: Rohbau der Gesamtschule ist fertig